Einfriedungen und Bepflanzungen im Bereich von Gemeindestraßen

Einfriedungen und Zäune entlang von öffentlichen Gemeindestraßen sind innerhalb von 2 M von der Grundgrenze immer bewilligungspflichtig.

• Bis zu einer Höhe von 1,50 m im Anzeigeverfahren,
• ab 1,50 m im Bewilligungsverfahren;

Sie müssen von der Straßengrenze im Allgemeinen einen Abstand von mind. 2,00 m einhalten. Massive Mauern und Sockel unterliegen strengeren Bestimmungen. Die nachstehende Skizze veranschaulicht die Bestimmungen des Räumlichen Leitbildes:

Bei Errichtung eines Einfahrtstores muss zwischen der öffentlichen Straße (Asphaltrand) bzw. dem Gehsteigrand und dem Tor ein Mindestabstand von 5,00 m gegeben sein, wenn nicht außerhalb der Einzäunung neben der Einfahrt die Abstellmöglichkeit für mind. 1 PKW gegeben ist (Einfahrt muss immer frei bleiben).

Entlang der Straße dürfen Sträucher oder Bepflanzungen vor dem Schnitt nicht über die vorgegebene Abstandslinie in die Straße ragen.

Besonders zu beachten ist, dass bei der Errichtung von Zäunen und Bepflanzungen im Bereich von Grundstückseinfahrten keine Sichtbehinderung geschaffen wird, und es darf auch keine Gefährdung der Straßenbenützer entstehen.

Bei Landesstraßen gelten größere Abstände: 5 m bzw. 15 m; hier ist gesondert anzusuchen;

Was soll verwendet werden?
 nur einheimische Pflanzen bzw. Sträucher
 keine feuerbrandgefährdeten Ziergehölze

Aushubmaterial rechtssicher lagern

Im Zuge von Bauprojekten kommt es immer wieder zu Anfragen, wo das überschüssige Aushubmaterial abgelagert werden kann.

Ebenso gibt es Grundeigentümer bzw. Landwirte, welche ihre Grundstücke durch Geländeauffüllungen aufwerten und damit die Bewirtschaftung verbessern möchten.

Dazu verweisen wir ausdrücklich auf nachstehende gesetzliche Vorgaben:

1. Anzeigepflichtiges Bauvorhaben im Bauamt einreichen:

Bei Veränderungen des natürlichen Geländes im Bauland oder an Bauland angrenzend;

2. Ansuchen bei der Bezirkshauptmannschaft um naturschutzrechtliche oder forstrechtliche Bewilligung:

Bei Veränderung des natürlichen Geländes im Freiland zur Verbesserung der Bewirtschaftung; nähere Auskünfte dazu erteilen:
– landwirtschaftliche Agrarstrukturverbesserungen zur ALSAG-Beitragsfreiheit: Herr Ing. Werner Prettenthaler 0676 866 43 308
– Naturschutzrecht: Frau Mag. Elisabeth Pölzler-Schalk 0676 866 43 360
– Waldgrundstück (Forstrecht): OFR DI Franz Hippacher unter der Tel.Nr. 0676 866 40 370


3. ALSAG-Beitragspflicht:

Lt. Altlastensanierungsgesetz wird nach folgenden Abfällen unterschieden:
– Bodenaushub: 0-5 % bodenfremde Bestandteile; nur bei zulässiger Verwendung beitragsfrei! (= für Schüttung mit entspr. Bewilligungen nach Baurecht, Naturschutzrecht, Forstrecht, Wasserrecht, etc.)
– Erdaushub: 6-49 % bodenfremde Bestandteile wie z.B. Ziegel, organ. Abfälle, Wurzelstöcke, etc.; nur bei zulässiger Verwendung beitragsfrei! (= für Schüttung mit entspr. Bewilligungen nach Baurecht, Naturschutzrecht, Forstrecht, Wasserrecht, etc.)
– Baurestmassen ab 50 % bodenfremde Bestandteile  beitragspflichtig (ab € 9,20 pro angef. Tonne)
Unabhängig von der Beitragspflicht muss der Grundeigentümer genaue Aufzeichnungen und Nachweise führen. Lt. Gesetz ist er auch für die Beitragsfreiheit nachweispflichtig!

Er hat daher eine Liste mit folgenden Daten zu führen:
– allen Daten des Anlieferers (Name, Anschrift, Tel.),
– Zeitpunkt der Ablagerung
– Menge der Ablagerung
– Art der Ablagerung
– Fotodokumentation mit Tagesdatum
Beitragspflichtig ist immer der Auftraggeber. Daher ist es besonders wichtig, immer eine entsprechende Schüttvereinbarung schriftlich zu unterfertigen, woraus hervorgeht, wer der Auftraggeber und somit der Abgabepflichtige ist. Für nichtgemeldete abgabepflichtige Tätigkeiten sind empfindliche Strafen vorgesehen.

Jedes Vorhaben ist einzeln zu beurteilen. Eine verbindliche Auskunft zum Altlastensanierungsbeitrag kann nur vom Zollamt Graz gegeben werden.

4. Nachbarn und Berechtigte:

Es sind

 die geänderten Abflussverhältnisse,
 Erosionsprobleme,
 bestehende Leitungsführungen,
 Servitute,
 Nachbargrundgrenzen, etc.

zu berücksichtigen und das Einvernehmen mit Nachbarn und Berechtigten herzustellen.

Weitere Infos erhalten Sie gerne von den Mitarbeitern des Bauamtes.

SAM – mobile Bereicherung für den ländlichen Raum

SAM – das Sammeltaxi für alle ist ab sofort auch in Pöllau unterwegs.
SAM ist kein klassisches Taxi, sondern schließt die Mobilitätslücke, wo Bus und Bahn nicht fahren. SAM berücksichtigt und ergänzt so den bestehenden öffentlichen Verkehr langfristig und nachhaltig. Dank SAM werden Fahrten zum Arzt, zum Einkaufen oder zum Sportplatz – ohne eigenen Pkw – für alle möglich.
Wer ist SAM?
SAM steht für Sammeltaxi Oststeiermark, ist täglich von 7 bis 19 Uhr zur Verfügung und ist ein sogenanntes Mikro-ÖV-System (Öffentlicher Verkehr). Darunter versteht man zwei Dinge: Zum einem ein Zubringersystem zum Öffentlichen Verkehr (Bus, Bahn) und zum anderen ein kleinräumiges Taxi-System für die Oststeiermark bzw. das Almenland. An insgesamt knapp 3.000 eigens gekennzeichneten Sammelpunkten in der Oststeiermark kann zu- und ausgestiegen werden. Bei Bedarf (z. B. Pflegestufe oder zeitlich begrenzte Beeinträchtigung) erfolgt auch eine Abholung von zu Hause.
Wo erreiche ich SAM?
Ganz einfach, per Telefon für die gesamte Oststeiermark unter Tel. 050 363738 oder über eine einfache App auf dem Handy oder übers Internet (www.oststeiermark/sam.at). Wer gleich die „SAM-Mobilcard“ löst, hat auch ein einfaches, bargeldloses Zahlungssystem und kann mit dieser Card schnell und einfach Fahrten buchen.
Was kostet SAM?
Für € 3,- Euro pro Fahrt ist SAM eine absolute Alternative zum Individualverkehr und eine immense Bereicherung für die Lebensqualität im ländlichen Raum. Bei zwei bis drei Personen kostet SAM € 2,- pro Person und ab vier Personen gar nur mehr € 1,- pro Person.
Allen ist aber auch bewusst, dass mehr für den Klimaschutz getan werden muss. SAM ist ein wichtiger Beitrag, weil es Fahrten bündelt, weil man optimal zum Öffentlichen Verkehr kommt und weil dadurch ein neues Mobilitätsverhalten ermöglicht wird.
Für wen ist SAM?
SAM ist für Alt und Jung (in Begleitung eines Erwachsenen bzw. allein ab sechs Jahren). SAM bringt die Kinder zum Fußballtraining oder Erwachsene verlässlich und sicher zum Arzttermin.
Wer finanziert SAM?
Mit Unterstützung der oststeirischen Leader-Regionen, des Landes Steiermark, der Gemeinden und des Regionalverbandes Oststeiermark konnte SAM realisieren werden. Betreiber des Gesamtsystems ist der Regionalverband Oststeiermark.
Ganz besonders erfreulich ist die Tatsache, dass seit dem Start bereits 62 Gemeinden (60 oststeirische und zwei aus dem Bezirk Bruck an der Mur) dabei sind. Somit startet das österreichweit größte Mikro-ÖV-System.
Alle Infos zu SAM kommen auch per Post in jeden Haushalt der Marktgemeinde.

Kundenservice für Fragen zu SAM: Tel. 050 363739
Fahrt buchen unter Tel. 050 363738

Alle Infos über SAM – hier klicken
Plan mit allen Sammelhaltepunkten in der Marktgemeinde Pöllau – hier klicken

 

Meldung von Saisonarbeitslosigkeit

Seit 2018 dürfen von den Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice (AMS) Steiermark Einstellzusagen nur noch bis maximal zwei Monate berücksichtigt werden. Von 2. Dezember 2019 bis 31. Jänner 2020 gibt es in diesem Winter noch die Möglichkeit, während der Amtsstunden einen Antrag auf Arbeitslosengeld bei der zuständigen Wohnsitzgemeinde zu stellen.
Darüber hinaus können Anträge auf Arbeitslosengeld einfach und bequem über das Internet mittels eAMS-Konto gestellt werden. Damit können die Vorteile des elektronischen Aktes in Form einer raschen Erledigungsdauer genützt werden. Wichtig ist, dass alle Angaben vollständig ausgefüllt werden. Das Konto bleibt immer aktiv – auch, wenn man wieder in Beschäftigung ist.
Wer einen FinanzOnline-Zugang hat, kann sich für sein eAMS-Konto gleich über FinanzOnline registrieren. Ansonsten können die Zugangsdaten dafür beim AMS Hartberg-Fürstenfeld telefonisch oder per Mail unter ams.hartberg@ams.at angefordert werden.

Folgende 5 Schritte sind für die Arbeitslosmeldung und die Beantragung des Arbeitslosengeldes erforderlich (spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit!):