Skip to content Skip to left sidebar Skip to right sidebar Skip to footer

Amtstafel

Umfrage: Pöllau mit Zukunft

Die Marktgemeinde Pöllau hat in der LA 21-Bürger*innenbeteiligung wieder Fahrt aufgenommen: Am 6. Mai 2022 präsentierten Studierende der TU Graz, Institut für Städtebau und Wohnbau mit Dipl.-Ing. Dr. Eva  Schwab erste Lösungsansätze zur Ortsentwicklung und Mobilität. Im Vorfeld wurde in Begehungen im Ort und im Rahmen von Workshops Ideen gesammelt und es wurden gleichzeitig Unternehmer*innen, Vertreter*innen der Gemeinde, aktiven Bürger*innen zur Belebung des Ortskerns befragt. Die vielen Anregungen sind in die Studien geflossen. Bei der Ideenpräsentation wurden einerseits die Modelle präsentiert, andererseits konnten die Teilnehmer*innen ihre Sichtweise kundtun. Gemeinsam mit Architekt Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer wird an der Entwicklung eines Grundkonzeptes in den nächsten Monaten weitergearbeitet.

Begleitet wird die LA 21-Bürger*innenbeteiligung durch die Landentwicklung Steiermark. „Wenn wir uns in Pöllau in Richtung erfolgreiche Zukunft entwickeln wollen, braucht es einen guten Dialog mit der Bevölkerung. Alle Ideen unserer Bürgerinnen und Bürger sind dabei sehr wertvoll“, so Bürgermeister Johann Schirnhofer. Er steht zu 100 Prozent hinter der LA 21-Bürger*innenbeteiligung und wird die Ortsentwicklung weiter forcieren.

Die Marktgemeinde Pöllau besitzt einen der sehenswertesten Ortskerne der Oststeiermark. Es gibt ein nahezu geschlossenes Ensemble historischer Bauten rund um den Hauptplatz. Ziel ist es, mehr Bewusstsein für Baukultur und kulturelle Vielfalt zu schaffen und die Identifikation mit dem Ortskern zu stärken. Weitere Themenschwerpunkte betreffen Tourismus, Vereine sowie Mobilität, Klima und Umwelt. Es sollen in weiterer Folge multifunktionale, attraktive Lebensräume entstehen und die Kultur des Miteinanders gestärkt werden.

Am 21. Juni findet eine Ideenwerkstatt mit Architekt Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer statt. Danach wird die Pöllauer Jugend zu einem Workshop eingeladen (27. Juni) und im Herbst wird der Prozess mit Ortsteilgesprächen fortgesetzt. Nehmen Sie bis 30. Juni 2022 an einer Umfrage zur Ortsentwicklung teil und gewinnen Sie wertvolle Preise!

Machen Sie online mit – einfach hier klicken oder den nachstehenden QR-Code scannen:

Es besteht auch die Möglichkeit, den Fragebogen herunterzuladen (ausdrucken und ausgefüllt im Marktgemeindeamt abgeben) – oder Fragebogen im Marktgemeindeamt abholen.

Ruhebedürfnisse der Wildtiere respektieren

Wie die Steirische Landesjägerschaft informiert, startete mit dem ersten April das neue Jagdjahr 2022/23. Dieses Datum wurde nicht umsonst gewählt, es das „Wirtschaftsjahr“ für die Belange der Jagd. Der Start im April hat gute Gründe: Hier beginnt alles Leben in der Natur.

Im Mai kommen die ersten Rehkitze zur Welt. Die jungen Kitze sind am Beginn ihres Lebens nicht größer als eine Packung Milch. Rund ein- bis eineinhalb Kilogramm bringen sie auf die Waage. Doch sie haben eine, sich über Jahrtausende bewährte Überlebensstrategie entwickelt: Kitze ducken sich in den, sie umgebenden Untergrund. Durch ihre Kitzflecken getarnt verschwimmt ihre Silhouette mit der Umgebung. Zusätzlich habend die kleinen Rehe keine Witterung, dies bedeutet, dass sie nach nichts riechen. Fressfeinde wie Fuchs, Goldschakal oder auch Wildschweine erkennen sie nicht und laufen bei ihrer Futtersuche an ihnen vorüber.

Problematisch sind gerade in diesen ersten Lebenswochen die „Rettungsversuche“ von unwissenden Personen, die meinen die Rehkitze in Sicherheit zu bringen. Damit besiegeln sie nur allzu oft das Schicksal der Kleinen. Schon allein das Berühren der Kitze überträgt die Witterung des Menschen auf sie, die Mutter nimmt sie dann nicht mehr an, der sichere Tod für den Rehnachwuchs.

Durch die Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich dieses wichtigen Themas, gibt es immer mehr Menschen, die sich aktiv an der Rehkitzrettung vor der Mahd einbringen wollen. Hierbei werden Rehkitze unmittelbar vor der Mahd beim Durchstreifen einer Wiese zu Fuß oder durch das Abfliegen mittels einer Drohne mit Wärmebildkamera aufgesucht und aus der Wiese getragen. Es darf dabei kein direkter Körperkontakt bestehen, ein Büschel Gras und Handschuhe helfen hierbei. Sollte sich hier jemand einbringen wollen, ist unbedingt die örtliche Jägerschaft zu verständigen. Wer sich nämlich als nicht Jagdausübungsberechtigter auf eigene Faust auf Kitzsuche begibt, macht ich strafbar.

Auch freilaufende Hunde sind jetzt ein Problem, der Versuch mit dem zarten Rehkitz zu spielen endet leider meist tödlich. Das passiert oft unbemerkt vom Besitzer. Daher gilt im Interesse der Wildtiere: Hunde an die Leine!

Aber auch in den Bergwäldern geht es jetzt so richtig rund: Die Auer- und Birkhahnen vollführen ihr Liebesspiel, die Balz. Nur wenige kennen diese Tiere überhaupt, zu Gesicht bekommen sie noch weniger. Wichtig für diese Tiere ist, dass dies auch so bleibt, denn gerade die Raufußhühner, wie sie in der Weidmannsprache genannt werden, brauchen vor allem eines: Ruhe!

Die Hühnervögel sind ohnehin mit einer Vielzahl an Problemen konfrontiert: Bergwälder wachsen aufgrund des Klimawandels immer dichter zu und die letzten Teilpopulationen verinseln zusehends. Der genetische Austausch wird damit erschwert bzw. unterbunden. Zusätzlich dringen Freizeitsportler mit Fahrrädern, Tourenskiern oder auch zu Fuß in die Wohnungen der Tiere ein. Diese flüchten und verbrauchen dabei Unmengen an Energie. Vor allem in den Wintermonaten und jetzt im ausgehenden Winter kann dies den Tod dieser seltenen Vögel bedeuten.

Respektieren wir die Ruhebedürfnisse unserer Wildtiere in ihren wenigen, übrig gebliebenen Rückzugsräumen!