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Landwirtschaft

Wald mit Zukunft im Naturpark Pöllauer Tal

Um den Wald bestmöglich auf die klimatischen Änderungen vorzubereiten, organisierte die KLAR!-Region Naturpark Pöllauer Tal gemeinsam mit dem Forstfachreferat der Bezirkshauptmannschaft und dem Waldverband Hartberg-Fürstenfeld eine Exkursion für Waldbesitzer:innen.

Der Wald unterliegt ständig Einflüssen, die es notwendig machen, die Wald-Bewirtschaftung anzupassen. Um den Wald auf dem Weg zum klimafitten Wald zu unterstützen, fand am 7. Jänner 2022 die Exkursion „Unser Wald mit Zukunft“ in Pöllauberg statt. Auf Einladung der KLAR! Naturpark Pöllauer Tal trafen sich dabei Waldbesitzer:innen und Waldbewirtschafter:innen mit Forst-Experten.

Das Forstfachreferat der Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld, vertreten durch Referatsleiter Dipl.-Ing. Franz Hippacher, den Bezirksförstern Ing. Stefan Schweighofer und Ing. Florian Schantl, gaben vor Ort ihr Wissen über richtige Baumartenwahl, Förderangebote und Waldbiodiversität weiter. Dipl.-Ing. Harald Ofner und Ing. Klement Moosbacher vom Waldverband Hartberg-Fürstenfeld gaben Praxistipps zur Baumpflege, Wertholzastung und zur Beurteilung des Wildverbisses weiter.

„Wir alle sind gefordert, auf die veränderten Klimabedingungen mit den zunehmend wärmeren Wintern und trockeneren Sommern zu reagieren. Durch die langen Bewirtschaftungszeiträume legen wir bereits heute den Grundstein für die Wälder der Zukunft“, heißt es seitens der Forstexperten.

Informierte und motivierte Waldbesitzer:innen sind die Voraussetzung für die flächendeckende Umsetzung einer nachhaltigen, klima- und standortangepassten Waldbewirtschaftung. Unser Wald leistet einen unschätzbaren Beitrag zum Wirtschaftsfaktor Holz, zum Schutz von Trinkwasser, guter Luft und biologischer Vielfalt und zu einem gesunden Lebens- und Erholungsraum. Dabei stellt er einen wesentlichen Faktor zum Klimaschutz und zur Bereitstellung des erneuerbaren Energieträgers Holz dar.

Vielfältig, vital und stabil soll unser Wald mit Zukunft sein. Dabei sind sich die Forstexperten einig.

Absage! Schwarzes Gold für Feld und Garten

Die Klimawandelanpassungs-Modellregion Naturpark Pöllauer Tal muss aufgrund der aktuellen Situation beide Humusveranstaltungen verschieben. Die neuen Termine werden erst bekannt gegeben.

  • VERSCHOBEN! Neuer Termin wird erst bekannt gegeben:
    Infoabend „Natur im Garten und Humusaufbau am Acker“: Donnerstag, 12. März 2020,
    19 Uhr
    Ort: Gasthof Hubmann, Herrengasse 21, 8225 Pöllau
    Inhalt: Infos zu „Natur im Garten“ und „Humusaufbau im Ackerbau“ mit Erfahrungsberichten von Landwirten aus dem Pöllauer Tal
    Vortragende: Thomas Karner, Geschäftsführer Ökoregion Kaindorf, und Stefan Forstner, Projektmanager Humusaufbau
  • VERSCHOBEN! Neuer Termin wird erst bekannt gegeben:
    Exkursion „Humus-Acker“
    Samstag, 14. März 2020,
    10 bis 12 Uhr
    Ort: Hans Peter Spindler (Humusbauer), Hartl 48, 8224 Kaindorf
    Inhalt: Besichtigung Humus-Acker, Grundlagen zum Humus-Aufbau, Spatenprobe, Schaubodenprofile, auf Wunsch Maschinenbesichtigung
    Exkursionsleiter: Gerald Dunst, Leiter Arbeitsgruppe Humusaufbau, und Stefan Forstner, Projektmanager Humusaufbau

Infos unter: www.klima-naturpark-poellauertal.at/humus
Um Anmeldung für beide Veranstaltungen wird gebeten: Tel. 0677 62463414, klimaschutz@naturpark-poellauertal.at

Alte Höfe, neue Wege

Eine Plattform bietet neue Perspektiven in der Landwirtschaft für Hofsuchende und Hofübergebende.

Am Ende eines Berufslebens in der Landwirtschaft stellt sich die Frage, was in Zukunft mit dem Hof geschehen soll. Laut einer Umfrage ist bei 47 Prozent der Betriebsleiter, die älter als 50 Jahre sind, die Nachfolge nicht geklärt. In vielen Fällen lässt sich weder in der Familie, noch im erweiterten Bekanntenkreis eine Nachfolge finden. An dieser Stelle bleibt oft nichts anderes übrig, als die Flächen an Nachbarsbetriebe zu verpachten. Das „Wachsen oder Weichen“ hat einen Strukturwandel zur Folge, an dessen Ende wenige große Betriebe übrig bleiben.

Mit jedem Betrieb geht ein Stück Vielfalt verloren, fehlende Nahversorgung und Abwanderung sind nur einige der Konsequenzen. Eine praktische Maßnahme, die kleinbäuerliche Hofnachfolge zu unterstützen, ist die außerfamiliäre Hofübergabe. An sich kein neues Phänomen, Leib- oder Zeitrente, Übergabsvertrag und Schenkung sind bekannte Möglichkeiten, den Betrieb in die Hände einer neuen Generation außerhalb der Familie zu geben. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die in der Landwirtschaft eine erfüllende und sinnhafte Tätigkeit erkennen und einen Betrieb suchen. Oder es sind Bauernkinder, deren Geschwisterteil den elterlichen Hof übernimmt, die aber selbst auch Bäuerin oder Bauer werden wollen.

Brücken schlagen

Eine Brücke zu schlagen zwischen den Hofübergebenden und potentiellen Nachfolgern, diese Aufgabe hat sich die Plattform „Perspektive Landwirtschaft“ zur Aufgabe gemacht. Die Seite bietet Informationen und Begleitung im Übergabeprozess und listet weiterführende Beratungsstellen für rechtliche und sonstige Aspekte auf, wie „Lebensqualität Bauernhof“ oder Angebote für Mediation. Kein Internet? Kein Problem, es wird ein persönliches Gespräch vereinbart und die Steckbriefe werden per Post versendet.

Die Plattform wird vom Verein „Netzwerk Existenzgründung“ in der Landwirtschaft getragen und wird unterstützt von den Landwirtschaftskammern Österreich, der Berg- und Kleinbauernvereinigung, sowie durch verschiedene Förderpreise. Hofsuchende werden mit € 50,- Mitglied, Hofübergebende mit € 250,-. Darüber hinaus zählt die Plattform auf Unterstützung durch Privatpersonen und Sponsoren. Ein Großteil der Tätigkeiten wird von einem motivierten Team ehrenamtlich geleistet.

Kontakt
Perspektive Landwirtschaft
Projektleiterin Margit Fischer MSc.
www.perspektive-landwirtschaft.at
Tel. 0660 1133211

 

Foto: Agnes Neubauer