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Author: Doris Gerngroß-Hirt

Neuer Trauungssaal im Schloss Pöllau

Premiere am 22.2.22: Der Standesamtsverband Pöllau glänzt nun mit einem neuen Trauungssaal im Schloss.

„53 Anfragen hatte ich trotz Corona-Pandemie für diesen Tag, sieben Trauungen waren zeitlich machbar“, berichtet Rosmarie Fuchs vom Premierentag mit magischem Datum: Als erstes Brautpaar durften Marlene und Gerhard Haindl aus Schönegg im festlichen Ambiente des neuen Saales die Ringe tauschen, als erster Gratulant stellte sich Bürgermeister Johann Schirnhofer bei der Trauung am 22.2.22 ein.

Der für standesamtliche Hochzeiten adaptierte Saal befindet sich im ersten Stock des Schlosses Pöllau gleich neben dem Refektorium und bietet Platz für 35 Personen. Die Barrierefreiheit mittels Lift, Toiletteanlagen auf der gleichen Etage (für Rollstuhlfahrer auch im Erdgeschoß) und die nahe gelegene Gastronomie sind zusätzliche Pluspunkte des neuen Raumes.

Weitere Trauungsorte
– Kleiner Freskensaal im Schloss (bis 80 Personen, nur samstags)
– Refektorium im Schloss (bis 110 Personen)
– Exklusivtrauungsorte: Trauung am Rosenhügel im Schlosspark Pöllau, Hochzeitssteg Hotel-Restaurant Gruber, Wein- und Rosengarten beim Berggasthof König (Pöllauberg), Hotel Retter (Pöllauberg)

Aufgabenbereiche des Standesamtes
Mit den Personenstandsangelegenheiten umfasst das Standesamt eine Vielzahl an wichtigen Aufgaben: Eheschließungen, Beurkundungen von Geburten und Sterbefällen, Nachbeurkundungen (z. B. von Geburten, Hochzeiten und Todesfällen von Österreichern im Ausland), Vaterschaftsanerkennungen, Obsorgeverfahren, Ermittlungsverfahren, Namensänderungsverfahren, Führung der Staatsbürgerschaftsevidenz, Ausstellung von Urkunden, Statistikwesen

Trauungen sind mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen jeweils Montag bis Samstag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr möglich. Samstags, für größere Säle und für alle Exklusivtrauungsorte fallen zusätzliche Kosten an.

Zum Standesamtsverband Pöllau gehören die beiden Verbandsgemeinden Pöllau und Pöllauberg. Standesbeamtin Rosmarie Fuchs führt durchschnittlich 120 Trauungen pro Jahr durch und gehört damit zu den steirischen „Spitzenreiterinnen“ in der Trauungsstatistik. Für 2022 gibt es bereits sehr viele Anfragen, daher sind bis Ende des Jahres nur mehr wenige Termine frei. Wochentags ist es noch eher möglich, einen Termin für das „Ja“-Wort vor der beliebten Pöllauer Standesbeamtin zu ergattern.

Kontakt
Standesbeamtin Rosmarie Fuchs
Rathaus der Marktgemeinde Pöllau
Tel. (03335) 2038 DW 301

Tag der offenen Gartentür

Alles, was draußen grünt und blüht, steht beim „Tag der offenen Gartentür“ am Sonntag, dem 26. Juni 2022, im Mittelpunkt. Bei der Freiluftklasse im Schlosspark von Pöllau wird ein buntes Programm mit verschiedenen Ausstellern zum Thema Natur im Garten geboten.

Programm
10 Uhr: Hartberger Alphornbläser
10.30 und 14 Uhr: kleine Kräuterwanderung mit anschließendem Verkochen, Kräuterpädagogin Christine Schweighofer

Kontakt
Christl Dornhofer, Tel. 0664/4020049

Einladung zur Ideenwerkstatt

Die Marktgemeinde Pöllau lädt am Dienstag, dem 21. Juni 2022, im Rahmen der Ortskernentwicklung zu einer Ideenwerkstatt ins Schloss Pöllau. Beginn ist um 18 Uhr im Großen Freskensaal.

 Heute und morgen noch „Musik schnuppern“

Nach zweijähriger Pause veranstaltet die Musikschule Pöllau-Vorau-Joglland wieder die „Woche der offenen Tür“: Instrumente ausprobieren, sich informieren, zuhören …
Die Gelegenheit, Instrumente und Musikschulunterricht kennenzulernen, besteht noch heute und morgen jeweils in der Zeit von 14 bis 17 Uhr in der Musikschule Pöllau.

Neuanmeldungen in die Musikschule sind ab sofort für Kinder und Erwachsene möglich:
Musikschule Pöllau-Vorau-Joglland
Schloss 1, 8225 Pöllau
Tel. (03335) 2439
office@musikschule-poellau.at
www.musikschule-poellau.at

„Roas“ durchs blühende Pöllauer Tal

Am 18. Juni 2022 ist eine der beliebtesten Veranstaltungsreihen der steirischen Volkskultur im Pöllauer Tal zu Gast, wo Besucher und Akteure gemeinsam in die Hinterbrühl wandern und die steirische Volkskultur hochleben lassen.

Bereits zum zweiten Mal begibt sich die „Steirische Roas“, präsentiert von der Kleinen Zeitung, auf Wanderschaft. Es treffen an besonderen Kraftplätzen des Pöllauer Tals Musikanten, Sänger, Volkstänzer, Mundartdichter, Kunsthandwerker und Repräsentanten der steirischen Tracht gepaart mit regionaler Kulinarik aufeinander und entführen die Besucher in die erfrischend bunte Welt der steirischen Volkskultur.

Zu Beginn stimmt der Gottesdienst in der Pfarrkirche, zelebriert von Vikar Deogratias Ntikazohera, untermalt von der Musikkapelle Pöllau und dem Singkreis Albersdorf-Prebuch, auf einen wunderbaren Tag ein. Nach einer kleinen Stärkung am Kirchplatz geht’s auch schon los. Mit einer musikalisch-literarisch geführten Wanderung geht’s zur ersten Station am Aupark, wo das breite Spektrum der steirischen Volkskultur erstmals aufblitzt.  Nach rund einer halben Stunde geht die Wanderung weiter über den NaturKRAFTpark, wo in der Hinterbrühl wieder reichhaltiges ein Volkskulturprogramm mit einer Verpflegsstation wartet. Danach geht’s wieder musikalisch geführt weiter zum Schlosspark, wo für die Wanderer alles aufgeboten wird, was die steirische Volkskultur zu bieten hat. Neben einem kleinen Kunsthandwerksmarkt gibt es reichlich kulinarische Genüsse zu verkosten. Apropos Schlosspark – all jene, die nicht auf die Wanderung gehen möchten, lädt die Musikkapelle Pöllau um 11 Uhr zum Frühschoppen ein.  

Programm am 18. Juni 2022
9.30 Uhr: Hl. Messe in der Pfarrkirche
10.15 Uhr: Eröffnung und Begrüßung, Vorstellung der Akteure, anschließend Frühschoppen im Schlosspark
ab 10.30 Uhr: geführte Wanderung
17 Uhr: Ende der Darbietungen

Alle Informationen auf www.steirische-roas.at

Umfrage: Pöllau mit Zukunft

Die Marktgemeinde Pöllau hat in der LA 21-Bürger*innenbeteiligung wieder Fahrt aufgenommen: Am 6. Mai 2022 präsentierten Studierende der TU Graz, Institut für Städtebau und Wohnbau mit Dipl.-Ing. Dr. Eva  Schwab erste Lösungsansätze zur Ortsentwicklung und Mobilität. Im Vorfeld wurde in Begehungen im Ort und im Rahmen von Workshops Ideen gesammelt und es wurden gleichzeitig Unternehmer*innen, Vertreter*innen der Gemeinde, aktiven Bürger*innen zur Belebung des Ortskerns befragt. Die vielen Anregungen sind in die Studien geflossen. Bei der Ideenpräsentation wurden einerseits die Modelle präsentiert, andererseits konnten die Teilnehmer*innen ihre Sichtweise kundtun. Gemeinsam mit Architekt Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer wird an der Entwicklung eines Grundkonzeptes in den nächsten Monaten weitergearbeitet.

Begleitet wird die LA 21-Bürger*innenbeteiligung durch die Landentwicklung Steiermark. „Wenn wir uns in Pöllau in Richtung erfolgreiche Zukunft entwickeln wollen, braucht es einen guten Dialog mit der Bevölkerung. Alle Ideen unserer Bürgerinnen und Bürger sind dabei sehr wertvoll“, so Bürgermeister Johann Schirnhofer. Er steht zu 100 Prozent hinter der LA 21-Bürger*innenbeteiligung und wird die Ortsentwicklung weiter forcieren.

Die Marktgemeinde Pöllau besitzt einen der sehenswertesten Ortskerne der Oststeiermark. Es gibt ein nahezu geschlossenes Ensemble historischer Bauten rund um den Hauptplatz. Ziel ist es, mehr Bewusstsein für Baukultur und kulturelle Vielfalt zu schaffen und die Identifikation mit dem Ortskern zu stärken. Weitere Themenschwerpunkte betreffen Tourismus, Vereine sowie Mobilität, Klima und Umwelt. Es sollen in weiterer Folge multifunktionale, attraktive Lebensräume entstehen und die Kultur des Miteinanders gestärkt werden.

Am 21. Juni findet eine Ideenwerkstatt mit Architekt Dipl.-Ing. Peter Pretterhofer statt. Danach wird die Pöllauer Jugend zu einem Workshop eingeladen (27. Juni) und im Herbst wird der Prozess mit Ortsteilgesprächen fortgesetzt. Nehmen Sie bis 30. Juni 2022 an einer Umfrage zur Ortsentwicklung teil und gewinnen Sie wertvolle Preise!

Machen Sie online mit – einfach hier klicken oder den nachstehenden QR-Code scannen:

Es besteht auch die Möglichkeit, den Fragebogen herunterzuladen (ausdrucken und ausgefüllt im Marktgemeindeamt abgeben) – oder Fragebogen im Marktgemeindeamt abholen.

Ruhebedürfnisse der Wildtiere respektieren

Wie die Steirische Landesjägerschaft informiert, startete mit dem ersten April das neue Jagdjahr 2022/23. Dieses Datum wurde nicht umsonst gewählt, es das „Wirtschaftsjahr“ für die Belange der Jagd. Der Start im April hat gute Gründe: Hier beginnt alles Leben in der Natur.

Im Mai kommen die ersten Rehkitze zur Welt. Die jungen Kitze sind am Beginn ihres Lebens nicht größer als eine Packung Milch. Rund ein- bis eineinhalb Kilogramm bringen sie auf die Waage. Doch sie haben eine, sich über Jahrtausende bewährte Überlebensstrategie entwickelt: Kitze ducken sich in den, sie umgebenden Untergrund. Durch ihre Kitzflecken getarnt verschwimmt ihre Silhouette mit der Umgebung. Zusätzlich habend die kleinen Rehe keine Witterung, dies bedeutet, dass sie nach nichts riechen. Fressfeinde wie Fuchs, Goldschakal oder auch Wildschweine erkennen sie nicht und laufen bei ihrer Futtersuche an ihnen vorüber.

Problematisch sind gerade in diesen ersten Lebenswochen die „Rettungsversuche“ von unwissenden Personen, die meinen die Rehkitze in Sicherheit zu bringen. Damit besiegeln sie nur allzu oft das Schicksal der Kleinen. Schon allein das Berühren der Kitze überträgt die Witterung des Menschen auf sie, die Mutter nimmt sie dann nicht mehr an, der sichere Tod für den Rehnachwuchs.

Durch die Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich dieses wichtigen Themas, gibt es immer mehr Menschen, die sich aktiv an der Rehkitzrettung vor der Mahd einbringen wollen. Hierbei werden Rehkitze unmittelbar vor der Mahd beim Durchstreifen einer Wiese zu Fuß oder durch das Abfliegen mittels einer Drohne mit Wärmebildkamera aufgesucht und aus der Wiese getragen. Es darf dabei kein direkter Körperkontakt bestehen, ein Büschel Gras und Handschuhe helfen hierbei. Sollte sich hier jemand einbringen wollen, ist unbedingt die örtliche Jägerschaft zu verständigen. Wer sich nämlich als nicht Jagdausübungsberechtigter auf eigene Faust auf Kitzsuche begibt, macht ich strafbar.

Auch freilaufende Hunde sind jetzt ein Problem, der Versuch mit dem zarten Rehkitz zu spielen endet leider meist tödlich. Das passiert oft unbemerkt vom Besitzer. Daher gilt im Interesse der Wildtiere: Hunde an die Leine!

Aber auch in den Bergwäldern geht es jetzt so richtig rund: Die Auer- und Birkhahnen vollführen ihr Liebesspiel, die Balz. Nur wenige kennen diese Tiere überhaupt, zu Gesicht bekommen sie noch weniger. Wichtig für diese Tiere ist, dass dies auch so bleibt, denn gerade die Raufußhühner, wie sie in der Weidmannsprache genannt werden, brauchen vor allem eines: Ruhe!

Die Hühnervögel sind ohnehin mit einer Vielzahl an Problemen konfrontiert: Bergwälder wachsen aufgrund des Klimawandels immer dichter zu und die letzten Teilpopulationen verinseln zusehends. Der genetische Austausch wird damit erschwert bzw. unterbunden. Zusätzlich dringen Freizeitsportler mit Fahrrädern, Tourenskiern oder auch zu Fuß in die Wohnungen der Tiere ein. Diese flüchten und verbrauchen dabei Unmengen an Energie. Vor allem in den Wintermonaten und jetzt im ausgehenden Winter kann dies den Tod dieser seltenen Vögel bedeuten.

Respektieren wir die Ruhebedürfnisse unserer Wildtiere in ihren wenigen, übrig gebliebenen Rückzugsräumen!