Die beiden benachbarten Tourismusverbände Naturpark Pöllauer Tal und ApfelLand-Stubenbergsee haben mit der LEADER-Region „Zeitkultur Oststeirisches Kernland“ ein Projekt entwickelt, in dem sie die sakralen Kulturschätze der beiden Regionen und das „Orgelwandern“ in den Mittelpunkt stellen. Mehr als ein Dutzend Kirchen und deren Orgeln und Glocken werden vorgestellt und akustisch erlebbar gemacht. Die Kirchen stammen aus Gotik, Barock und Klassizismus, wurden aufwändig restauriert und sind Teil des sakralen und künstlerischen Lebens in der Oststeiermark. Zusammen mit dem gastronomischen Angebot in ihrem Umfeld, den traditionellen „Kirchenwirten“, bilden sie von jeher Orte der Begegnung von Einheimischen mit Wallfahrern und Wanderern. Mit dem im Projekt erstellten Sakralkunst-Magazin, diversen Broschüren, einem Audioguide sowie weiteren touristischen Angeboten erfahren die Besucher Wissenswertes über die Kulturschätze.

Wanderer dürfen sich über neue Touren von Kirche zu Kirche freuen, vorbei an regionalen Selbstvermarktern, Buschenschänken, Gasthäusern bis zu den Kirchenwirten am Anfang- und Endpunkt der maximal zwei- bis dreistündigen Fußwanderungen. Erwandert können rund ein Dutzend Kirchen der beiden Regionen werden – von der kleinen gotischen Filialkirche bis zum „Steirischen Petersdom“. Orgelkonzerte und zukünftige Orgelwettbewerbe sind in Planung.

In den zwei Jahren Projektarbeit wurden die Tourismusverbände von den Pfarren, den Gemeinden, dem Verein „Sakralkunst Oststeiermark“ und den Gastronomiebetrieben unterstützt. Besonderer Dank gilt dem Verein „Sakralkunst Oststeiermark“. Obmann Prof. Josef Hofer hat ehrenamtlich die Tonaufnahmen der Orgeln und Glocken durchgeführt. Für das umfangreiche Textmaterial sorgte historisch versiert Gottfried Allmer. Gäste und Einheimische sollen mit den Projektergebnissen die sakralen Kunstschätze neu erleben, ein zusätzliches touristisches Angebot wurde geschaffen.