In einer Gesellschaft, in der es kaum noch Tabus zu geben scheint, wird über ein Thema besonders ungern gesprochen: über den Tod. Noch stärker werden diese Gefühle bei der Konfrontation mit dem Thema Selbsttötung (Suizid).

Im Jahr 2015 starben in der Steiermark 238 Menschen durch Suizid, das sind mehr als doppelt so viele wie be­i Verkehrsunfällen ums Leben kamen. GO-ON Suizidprävention Steiermark bringt durch Vorträge und Schulungen dieses Thema zur Sprache und zeigt Hilfen für den Umgang mit Krisen, aber auch mit psychischen Erkrankungen.

Menschen, die suizidgefährdet sind, wollen in den wenigsten Fällen tatsächlich sterben, vielmehr wollen sie so wie bisher nicht mehr weiterleben. In diesen verzweifelten Phasen brauchen Betroffene andere Menschen. Sie brauchen jemanden, der es „aushält“, mit ihnen über ihre Verzweiflung und Probleme zu reden, und der bei Bedarf professionelle Hilfe holt.

Wenn es uns gelingt, in unserer Gesellschaft ein Klima zu schaffen, in dem man eigene Probleme und Krisen nicht verschweigen muss, werden weniger Menschen „des Lebens müde“ werden.

Im Jahr 2011 wurde der Dachverband der sozialpsychiatrischen Vereine und Gesellschaften Steiermarks mit der Initiierung eines Suizidpräventionsprojektes beauftragt. Mittlerweile steht das Suizidpräventionsprogramm fast in der gesamten Steiermark mit vielfältigen Angeboten zur Verfügung.

Kontakt
GO-ON Suizidprävention Steiermark, Regionalteam Hartberg/Fürstenfeld
Elfriede M. Predota, DSP
Grünfeldgasse 9, 8230 Hartberg
Tel. 0664 88589370
hf@suizidpraevention-stmk.at

 Kostenlose Notrufnummern

rund um die Uhr erreichbar:
Telefonseelsorge: Tel. 142
Rat auf Draht: Tel. 147
Männernotruf Steiermark: Tel. 0800246247

täglich von 16 bis 24 Uhr:
Ö3-Kummernummer: Tel. 116123

Kostenlose Unterstützung gibt es auch in den Psychosozialen Beratungsstellen: www.plattformpsyche.at