An die 800 Besucher strömten am Abend des 23. Juni in die Pfarrkirche von Pöllau, um das heuer einzige „styriarte“-Konzert in der Oststeiermark zu hören. Der weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannte und vielfach preisgekrönte Arnold Schoenberg Chor war mit seinem Leiter Erwin Ortner aus Wien angereist, um unter dem Titel „Himmelsbogen“ das Publikum zu entzücken.
Motetten von Anton Bruckner und Johannes Brahms sowie Ausschnitte aus einer Brahmsmesse und aus der eher unbekannten „Missa di San Carlo“ des steirischen Barockmeisters Johann Joseph Fux standen auf dem Programm. Die Choralschola der Wiener Hofburgkapelle unter Daniel Mair streute dazwischen gekonnt und stimmig gregorianische Choräle ein.
Nach etwa 80 Minuten Programm in einer derartigen Spannung, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können, entließen die Künstler ein beseeltes und über die Maßen glückliches Publikum aus der Kirche. „Großartig“, „Wunderschön“, „Einfach phantastisch!“, so und so ähnlich machten die Menschen ihren von den wunderbaren Klängen übervollen Herzen Luft.
Trotz des eher kühlen Abends folgten die Gäste dem Chor noch geschlossen in den Pfarrgarten. Gestärkt mit Hirschbirn-Produkten genoss das Publikum dort noch eine Serie von wahrhaft zu Herzen gehenden Volksliedsätzen von Johannes Brahms. Die Vögel im Garten zwitscherten mit den phantastischen Chorstimmen um die Wette und so blieb an diesem Abend nicht nur die Achthundertschaft der Besucherinnen und Besucher, sondern auch die Natur in Pöllau beglückt zurück – ganz dem Motto der heurigen styriarte entsprechend, die ja unter dem Motto „Felix Austria“ das „glückliche Österreich“ feiert.

 

Bilder vom Konzert finden Sie hier.

 

 

Fotos: Christine Schwetz